Google: Qualitätsprobleme und Doppelmoral

Larry Page (Foto: Google)

Larry Page (Foto: Google)

Mehr als einmal habe ich mich über die nachlassende Qualität der Google-Ergebnisse beklagt.

Aggregatoren in Aufwind

Was mir immer wieder auffällt ist das Erstarken der “Aggregatoren” nach dem Panda-Update. Es gibt ganze Keyword-Cluster, in denen die Marktführer unter dem Panda-Update zu leiden haben und “Content-Scraper” mit Schnitzeln ihres Contents ranken.

Google Werbungsupdate

Immerhin ist Google inzwischen kommunikativer und gibt grobe Änderungen am Suchalgorithmus bekannt. Am 19. Januar hat Matt Cutts im Google Webmaster Blog das neue “Page Layout”-Update vorgestellt. Man zielt damit auf Seiten ab, die es mit der Werbung übertreiben und den eigentlichen Content zugunsten bezahlter Anzeigen aus dem sichtbaren Bereich verdrängen.

Ein durchaus begrüßenswertes Ansinnen. Wenn Google nicht (mal wieder) selbst der größte “Sünder” wäre. Martin hat sich die Mühe gemacht, und Werbung bzw. Content auf Googles eigenen Seiten markiert.

Die Tatsache, dass Googles Adsense Team ständig zum Ausbau der Werbeflächen drängt, ist bekannt. Ich habe erst letzte Woche wieder eine “Optimierungsmail” bekommen, die mich darüber aufklärt, dass ich auf mehreren tausend meiner Seiten mehr Werbeblöcke einbauen sollte. Am Besten über oder direkt im Content.

Seitengeschwindigkeit

Auch bei der Seitengeschwindkeit misst Google offenbar mit zwei verschiedenen Maßstäben. Was für andere Seiten gilt, scheint Google selbst nur am Rande zu interessieren, wie Perun festgestellt hat.

Google versucht, Seitenbetreiber zum Einbau des +1-Buttons zu bewegen. Gerade dieser bremst die Seiten aber aus. Und zwar um ein Maß, dass quasi jede Webseite im Google-Maßstab zu einer “langsamen Seite” macht.

Automatisierte Übersetzungen

Mit der Veröffentlichung des Panda-Updates hat Google versprochen, hochwertigen Content besser erkennen und ranken zu können.

Tatsache ist jedoch, dass Google offenbar nicht mal in der Lage ist, echten Content von solchem zu unterscheiden, der automatisch mit Übersetzungssoftware generiert wurde.

Und das ist auch durchaus verständlich. Wenn eine Software einen Text übersetzt hat, wird sie ihn auch immer als “valide” erkennen. Eine software-basierte Qualitätsprüfung kann kaum besser sein als eine software-basierte Übersetzung bzw. Textgenerierung.

Ich bin (noch) Google-Aktionär. Allerdings bereitet mir die zunehmende Verzettelung des Unternehmens und die immer häufiger fragwürdigere Behandlung von Konkurrenten Sorge. Die letzten Zahlen waren auch nicht gerade berauschend.

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